2020-2021: Smart City – Die Stadt der Zukunft

Kinder bauen ihre eigene „Smart City“ auf dem Tollplatz am Westkreuz.

Ziel des Modellprojektes ist es, dass Kinder ihre Stadt der Zukunft entwickeln, bezogen auf alternative Wohnformen und Fortbewegungsmöglichkeiten. Dabei steht der Umweltaspekt im Fokus der Umsetzung mit den Schwerpunkten alternative Energiegewinnung und ökologischer Wohnraum. Als Teilziel wurde 2020 eine Modellbauwerkstatt durchgeführt, bei der die Kinder ihre Vorstellungen und Ideen, wie ihre Stadt der Zukunft als Modell auf ihrem Tollplatz aussehen soll, bauen konnten.

Aktivitäten: Das Projekt konnte 2020 aufgrund von Corona erst im Oktober in abgewandelter Form als ursprünglich geplant mit einer kleinen Ausstellung starten, in der die Kinder einiges über Gebäude aus verschiedenen Ländern und Ideen zum Thema „Zukunft und Smart City“ erfuhren. Der Projektpartner MGS lieferte Informationsmaterial, das die baulichen Veränderungen aufzeigte, die bereits zum Thema im Stadtteil real baulich umgesetzt wurden. Im Anschluss waren Kreativität und Fantasie der Kinder gefragt: auf dem Tollplatz am Westkreuz bauten sie Modelle zu ihren eigenen Ideen, wie ihre Stadt der Zukunft auf dem Tollplatz aussehen soll. Besonders reizvoll an dem Prozess war für die Kinder die Aussicht, dass auf dem Tollplatz einige ihrer Ideen im Laufe des Projekts im großen Maßstab gemein-sam baulich umgesetzt werden.

Ergebnisse: Beim Modellbau lagen vor allen Dingen unterschiedliche Wohnformen im Fokus der Kinder. Auffallend war, dass sie ihre Häuser oder Wohnungen meist in die Höhe gebaut haben, wie beispielweise ein Baumhaus oder ein Haus auf Stelzen, um so den Ausblick in die Ferne zu ermöglichen. Anders als in ihrer momentanen Wohnsituation, bei der sie beim Blick aus dem Fenster meist nur einen eingeschränkten Ausblick haben, wünschen sich Kinder viele Fenster, die Licht hereinlassen und einen Blick, der ins Grüne geht. Als Wohnumgebung ist ihnen viel Natur wichtig, auch unter dem Aspekt des Umweltschutzes. Zum Thema Mobilität brachten die Kinder die Idee ein, sich mit Seilbahnen von Haus zu Haus zu bewegen: wenn die Häuser schon auf Stelzen stehen, muss man so gar nicht erst nach unten gehen, sondern bleibt in der Höhe und bewegt sich auch auf dieser Ebene.

Erkenntnisse: Kinder sind mit Feuereifer dabei, wenn es um die Planung ihrer Zukunft geht. Ihre Vorschläge werden in einem solchen partizipativen Prozess ernst genommen. Wenn die Kinder mit viel Energie selbständig mit anpacken, können sie den Prozess der Umsetzung aktiv mitbestimmen und beeinflussen. Sie bestimmen zusammen mit den Erwachsenen den zeitlichen Ablauf der Umsetzung. Gerade in Zeiten von Corona ist es eine Wohltat für die Kinder, wenn sie merken, dass sie wichtig sind und im Zentrum der Entscheidungen stehen, was in (ihrer) Zukunft passiert.

Für 2021 wird das Modellprojekt fortgesetzt.
Wir laden alle Interessierten zur Beteiligung ein:
nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf!

Modellprojektpartner:

  • Spiellandschaft Westkreuz/ Spiellandschaft Stadt e.V.
  • Münchner Gesellschaft für Stadterneuerung Westkreuz/ Aubing (MGS)
  • Urbanes Wohnen e.V.

Ein Modellprojekt der Arbeitsgemeinschaft Spiellandschaft Stadt im Auftrag der Landeshauptstadt München / Sozialreferat Stadtjugendamt – Jugendkulturwerk

PRESSEBERICHTE:

Wochenanzeiger München vom 12.10.2020

    Kontakt

    Projektleitung:

    Jessica Köhler
    Spiellandschaft Stadt e.V.

    Tel. (089) 8344455
    E-Mail


    Aktuelle Termine


    In Planung.

    Weitere Termine bitte bei der Projektleitung erfragen