Waldnasen – Erlebe und erforsche die Natur!

Projektleitung: Daniela Winkler (Spiellandschaft Stadt e.V.) und Kati Landsiedel (PA Spielkultur e.V.)

Partner: PA Spielkultur e.V., Spiellandschaft Stadt e.V., Spiellandschaft Westkreuz, Grundschule Bäckerstraße, Koga Ravensburger Ring

Aktionszeiten: Mai und September 2025: 5 Aktionsnachmittage, 3 Schulklassenprogramme

Aktionsort: Aubinger Lohe

Teilnehmende: 216 Kinder (103 Mädchen), 66 Erwachsene

Ziele des Projekts:
Das Projekt verbindet Elemente der Spiel-, Natur- und Medienpädagogik. Kinder lernen explorativ und kreativ Neues über den Lebensraum Wald. Sie stellen sich und anderen Fragen und begeistern sich für bestimmte Pflanzen, Tiere oder Materialien und kommunizieren über das Geschaffene und Erlebte. Daraus ergibt sich eine erfahrungs- und gefühlsbasierte Bindung an die erlebte Natur.

Aktivitäten: Wahrnehmungsübungen und Gruppenspiele rund um den Lebensraum Wald sorgten für einen spielerischen Zugang zum Thema. Bei Gesprächsrunden im selbst gebauten Waldsofa gab es Austausch und Input. Spannende Forschungsaufträge erwarteten die Kinder bei der Forschungsstation mit Mikroskop- und Endoskopkamera und Tablet. Im Mai stand die Vogelbeobachtung und das Aufzeichnen von Vogelstimmen im Vordergrund, im September war es selbst geschaffene Landart. Kinder suchten mit einer Kräuterpädagogin und Suchaufträgen die Zutaten für Kräuterquark im Frühling. Im Herbst gab es Kostproben von Schlehensaft, Suchrunden und Rezepte für Kinder und ihre Familien. Die eigenen Forschungsergebnisse hielten die Kinder in Fotos, Zeichnungen und Tonaufnahmen fest.

Ergebnisse: Auf www.spiellandschaft.de sind Eindrücke der Projekttage aufzurufen: Geräuscherätsel, Mikroskop-Fotos und Fotos der Landart-Werke. Es wurde eine Sammlung von Waldnasen-Spielen begonnen, die Teil eines ausleihbaren Naturerforschungsrucksacks werden soll.

 Erkenntnisse: Natur bietet vielfache haptische, optische, olfaktorische und akustische Reize. Durch digitale Medien werden Naturerlebnisse und -entdeckungen (mit-)teilbar. Kinder freuen sich, Kenntnisse aus dem Schulunterricht wie Baumarten und Blattformen mitzubringen. Das Bestimmen im Wald ist ganz anders als auf Arbeitsblättern und weckt den Forschergeist. Immer wieder gilt es, etwas noch nicht Bekanntes zu bestimmen und den anderen dieses Neue mitzuteilen. Kinder bringen viel Wissen mit, jedoch auch Ideen wie die, dass Papier aus Blättern vom Baum gemacht wird. Der Austausch in neugieriger und forschender Form motiviert, sich einzubringen und Neues aufzunehmen. Die Bestimmung von Vogelstimmen war spannend und die Kinder gaben sich große Mühe, „ihre“ Vögel aus Büchern möglichst genau abzuzeichnen, um anderen Kindern die Erzeuger der Vogelgeräuscheaufnahmen auch zeigen zu können. Apps und Bestimmungsbücher motivierten zum Kennenlernen von Tieren und Pflanzen. Das Erforschen und Festhalten von Mikrowelten mit der Mikroskopkamera begeisterte Kinder und Erwachsene gleichermaßen.

Ein Modellprojekt der Arbeitsgemeinschaft Spiellandschaft Stadt im Auftrag der Landeshauptstadt München / Sozialreferat Stadtjugendamt – Jugendkulturwerk